Workshop-Beschreibungen

Weitere Details zu den Workshops werden in Kürze hier veröffentlicht!

Wie streitest du, wie streite ich?

Konfliktrollen und Konflikttypen

Wie wir in zwischenmenschlichen Konflikten reagieren, ist auch – aber nicht nur – von unseren bisherigen Lernerfahrungen abhängig. Begreife ich Konflikte als Möglichkeit, etwas konstruktiv zu verändern? Bin ich offen für die Ansichten der jeweils anderen? Sind Konflikte für mich etwas, das unser Leben auch bereichern kann, weil sie zu Reflexion und persönlicher Weiterentwicklung führen können? Oder greifen Konflikte meine ganz eigene Sicherheit an? Zerstören sie meiner Ansicht nach mehr als sie nutzen?

Ausgehend von diesen individuellen Lernerfahrungen und Prägungen nehmen wir in verschiedenen Kontexten häufig auch ganz unterschiedliche Konfliktrollen ein, oder reagieren wir letztlich doch immer gleich? Zu welchem Konflikttyp gehöre ich eigentlich?

Im Workshop „Wie streitest du, wie streite ich – Konfliktrollen — und typen“ wollen wir uns diesen Fragen vertrauensvoll annehmen. Im ersten Teil geht es darum, eine gemeinsame Basis zu finden und uns über verschiedene Begrifflichkeiten auszutauschen, die uns ansonsten ganz selbstverständlich erscheinen.

Im zweiten Teil führen wir eine Übung aus dem Bereich des Konfliktmanagements durch, die uns die Dynamik von Konflikten aber auch unser eigenes Verhalten in solch einem Fall darstellen soll.

Und im abschließenden dritten Teil werden wir uns der Frage widmen, in wie weit die Ergebnisse in die Praxis transferiert werden könnten. Welche Ziele, Ängste und Hindernisse gilt es, zu berücksichtigen?


Alexander Brammann

Reden und hören

Gewaltfreie Kommunikation

Es macht einen Unterschied wie wir etwas sagen. Und wie wir zuhören – dem Gegenüber und uns selbst. Um verstehen zu können, was gerade los ist, wenn ein Konflikt sich anbahnt oder schon voll im Gange ist, müssen wir genau hinhören. Was ist bei mir los? Was fühle und brauche ich? Was will und braucht mein Gegenüber? Und dann gilt es noch die richtigen Worte zu finden. Wertschätzend und offen. So, dass mein Gegenüber eine Chance hat zu verstehen, worum es mir geht, ohne gleich zuzumachen, weil er*sie sich angegriffen fühlt.

Ihr bekommt in diesem Workshop einen Einblick in das Modell und die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation und werdet euch austauschen und einiges ausprobieren.


Martina Freise ∙ gewaltfrei handeln e.V.

Wenn zwei sich streiten…

Streitschlichtung


Holger Thomas

Bruderherz. Und dann?

Eine biblische Familien- und Konfliktgeschichte live erleben

Bald schon zeigte sich, dass die Zwillinge unterschiedlicher nicht sein konnten. Der eine streift umher, der andere hängt am Rockzipfel der Mutter. Als der Bruder merkt, dass er von seinem jüngeren Zwillingsbruder überlistet wurde, wünscht er ihm den Tod. Der Jüngere flieht. Aber im Leben trifft man sich meistens zweimal…

Im Workshop werden wir mit der Methode des Bibliologs (www.bibliolog.de) tiefer eintauchen in diese Familiengeschichte. Die dreitausend Jahre zwischen damals und heute werden uns nicht hindern ganz nah dabei zu sein. Und noch besser, wer mitmachen will, muss keine Vorahnung haben. Also komm und sieh!


Rainer Brandt, Pfarrer und bis 2018 Leiter des Studienzentrums für evanglische Jugendarbeit in Josefstal und seit 2004 Trainer für Bibliolog

Konflikte in der Kommunikation

Streitprävention für Konfliktfälle

Zur Kommunikation gehören auch immer wieder Konflikte. Heute- in einer sogenannten Konsensgesellschaft- versuchen wir oft Konflikte zu vermeiden. Dabei haben Konflikte ein großes Potential: durch sie werden Positionen deutlich, Haltungen kenntlich. Nutzbar gemacht, können Konflikte Dynamik in eine Kommunikation bringen, Kreativität freisetzen und Lösungen möglich machen. Nicht ausgetragene Konflikte vergiften hingegen auf längere Sicht das Klima einer Kommunikation, lähmen wichtige Entwicklungen.

Der Workshop soll das Bewußtsein für die unterschiedlichen Konfliktarten schärfen, den Umgang mit Konflikten trainieren, Mut machen, sich der positiven Kraft von Konflikten in der Kommunkation zu bedienen.
Es wird theoretisches Wissen vermittelt, aber auch ein Präsenztraining für Konfliktsituationen (welcher Konflikttyp bin ich, wie verhalte ich mich in Konflikten?) ermöglicht.
Der Schwerpunkt liegt auch bei der eigenen körperlichen Konfliktsprache: Mimik, Gestik, Stimme und Sinneswahrnehmungen. Praktisch ausagierend lernen die TeilnehmerInnen, sich in Konfliktsituationen besser wahrzunehmen und zu führen.


Marcus Brien, Schauspieler, Regiseur, Coach

Nicht untergehen

Den eigenen Standpunkt vertreten

Konflikte lassen sich nicht immer vermeiden und bringen uns ja auch voran – in der eigenen Entwicklung und auch in der Beziehung zum Konfliktpartner.

Ein wesentlicher Aspekt in einem Konflikt ist es, den eigenen Standpunkt klar und zugleich fair zu vertreten. Dazu ist es wichtig,
a) den eigenen Standpunkt auch wirklich zu kennen und formulieren zu können
und
b) diesen eigenen Standpunkt dann klar und fair zu kommunizieren, so dass sich der Konflikt nicht verschärft, sondern sich möglichst klärt, ohne dass einer der Beteiligten mit seiner Position „untergeht“…

Im Workshop werden wir beide Aspekte intensiv mit Übungen bearbeiten; dabei gibt es durchaus auch Bezüge zu Inhalten anderer Workshops, z.B. zur „Gewaltfreien Kommunikation“.

Ziel des Workshops ist es also, den eigenen Standpunkt erkennen und klar vertreten zu lernen und im Umgang mit anderen kompetent und sicher aufzutreten.


Marc Struckmann, Theologe

Konflikte begreifen – Wahrnehmungspositionen

Rollen in Konflikten

In diesem Work-Shop soll es darum gehen, Konflikte aus den verschiedenen Positionen der Konflikt-Parteien zu betrachten sowie eine übergeordnete Position einzunehmen, um mehr Verständnis für Situationen und Lösungsansätze zu entwickeln.
Siegfried Nohner, Diplom-Ergotherapeut, NLP-Coach / NLP-Master