Reale Krise – digitale Antwort?

Das Thema

Eine weltweite, deutlich spürbare Krise wie die Corona-Pandemia, hat noch niemand von uns erlebt. Sie wirkt sich auf fast alle unsere Lebensbereiche aus. Wie haben wir sie bisher überstanden? Gibt es Erkenntnisse oder Fertigkeiten, die wir gewonnen haben? Was für einen Stellenwert haben die Themen Angst und Einsamkeit im Augenblick?
Durch die Krise haben digitale Vernetzung und Telepräsenz einen ganz neuen Stellenwert erhalten. Hier gibt es verschiedenste Kanäle, die Kontakte ermöglichen und Informationen liefern. Allerdings kann das Netz mit seinen Algorithmus-gesteuerten Suchmaschinen und sozialen Netzwerken auch ein Ort sehr einseitiger Informationen und Theorien sein. Welche Kanäle kann ich wofür gut nutzen? Welche Methoden bieten sich für die Jugendarbeit an? Welche Möglichkeiten und Grenzen bietet ein digitaler Gottesdienst?

Der Ablauf

Der Kongress wird erstmalig als Hybridveranstaltung durchgeführt. Grundsätzlich handelt es sich um eine Online-Fortbildung, in die sich jeder und jede angemeldete Teilnehmende einzeln einwählen kann. Die Workshops werden keine reinen Vorträge, sondern echte work-shops sein. Dem Input der Referenten folgt immer wieder ein Austausch in den Kleingruppen. Die Wahl der Workshops muss bei der Anmeldung mit angegeben werden, damit die Verteilung vorher geregelt werden kann.

Damit aber wenigstens ein Bisschen Kongress-Feeling aufkommt, können Teilis Kongressinseln bilden.

Was bitte ist eine Kongressinsel?

Das findet leider so nicht statt. Was beim Fußball Public Viewing ist, beim Jugendkongress die Insel. Wir wollten den Teilis vorschlagen, sich in kleinen Gruppen zu treffen und gemeinsam beim Kongress teilzunehmen, damit man wenigstens ein bisschen Offline-Gemeinschaft hat. In der momentanen Corona-Lage ist das aber nicht richtig. Deswegen nehmt alle von zu Hause aus teil, bitte!

Samstag, 27. Februar 2021

9.45
Ankommen
10.00
Begrüßung + Online-Knigge
10.15
Andacht
10.30
Warmup-Spiele
10.50
Einführung ins Thema
11.00
Workshop-Phase 1
12.00
Ansagen
12.15
Mittagspause
14.50
Ankommen
15.00
Rewarm-Spiele
15.15
Workshop-Phase 2
16.15
Pause
16.45
Workshop-Phase 3
17.45
Cooldown-Spiel
18.00
Pause
18.15
Interaktiver Gottesdienst
18.45
Verabschiedung
19.00
Nachtcafé auf den Kongressinseln

Die Veranstaltung

Lutherischer Jugendkongresse fördern die kirchliche Arbeit an und mit Jugendlichen, damit die Botschaft von der Gnade Gottes immer mehr junge Menschen erreicht.

Lutherischer Jugendkongresse finden jährlich im Frühjahr statt.

Lutherischer Jugendkongresse richten sich an alle, die sich für die kirchliche Arbeit an und mit jungen Menschen engagieren (wollen): Mitarbeitende im JuMiG, Jugendliche ab 16 Jahren (nach Absprache auch jünger!), junge Erwachsene, ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen, Kirchenvorsteher/-innen, Diakone/-innen, Vikare, Pfarrer.

Lutherische Kongresse für Jugendarbeit bieten:

  • theologische Grundlagen
  • geistliche Impulse
  • Hintergrundwissen
  • Methodenkentnisse
  • praktische Hilfen

Workshop-Beschreibungen

Weitere Details zu den Workshops werden in Kürze hier veröffentlicht!

Krise und trotzdem leben

Es kriselt mal wieder – dazu muss nicht erst eine Pandemie kommen.

Wo Menschen aufeinandertreffen, tauchen Krisen auf. Andauernd, immer wieder, so verlässlich wie das Amen in der Kirche. Was macht uns daran zu schaffen? Wie kann man es trotzdem schaffen? Inwiefern ist jede Krise eine Chance zu wachsen?

Wir wollen uns in diesem Workshop darüber austauschen, wie sich unser Leben in der derzeitigen Krise verändert hat. Was ist schwer zu ertragen, was ist kaputt gegangen? Was habe ich gelernt, was ist wichtig geworden, was will ich beibehalten? Und was können wir voneinander lernen?


Matthias Tepper

Einsamkeit gestalten

Einsamkeit – ein Gefühl, das jede/r von uns kennt

1. Was ist „Einsamkeit? — Definition / Symptome / Bedürfnisse / Selbstbild

2. Was kann ich tun, wenn ich einsam bin oder mich einsam fühle?

  • Anregungen zur Selbstreflexion –Ressourcen
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Anregungen zu kreativem, selbst-stärkendem Verhalten

3. Was kann ich tun, wenn jemand, der unter Einsamkeit leidet, meine Unterstützung sucht?

  • Empfehlungen zum Umgang mit Betroffenen
  • Was kann ich tun / Wo sind meine Grenzen?

4. Wie funktioniert therapeutische Hilfe? Wie arbeitet eine Therapeutin?

5. Wie können wir im Glauben / in der Bibel Antwort finden?

6. Kontaktadressen für Hilfesuchende

7. Anregung zur freiwilligen Vorbereitung bzw. Weiterarbeit in den Gruppen:

  • Gestalte eine Collage, male ein Bild / mache ein Foto oder schreibe einen kurzen Text /ein Gedicht zum Thema!
  • Versuche damit deine Erfahrungen, Gefühle oder Vorstellungen, die du von einsamen Menschen hast, darzustellen!
  • Wir werden, wenn ihr mögt, in der Gruppe über eure Bilder etc. sprechen

Haltet bitte Papier und Stifte bereit!


Sigrid Bente

Was mache ich mit meiner Angst?

Angst verstehen, sich mit ihr auseinandersetzen und neue Wege finden

Ich heiße Stefan Paternoster, bin Pfarrer, Lebensberater und Coach und habe Angst vor dem Zahnarzt. Das hat natürlich auch etwas mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen zu tun.

Aber es gibt ja auch noch eine ganze Reihe von anderen Ängsten:

  • Angst vor dem Tod
  • Angst vor Krankheiten
  • Angst wegen Corona
  • Existenzangst
  • Angst vor peinlichen Situationen
  • Flugangst
  • Versagensangst
  • Angst, rot zu werden
  • Prüfungsangst
  • Angst beim Autofahren
  • Klaustrophobie
  • Angst vor Ansteckung

Aber auch: Verlustangst oder Bindungsangst oder Angst vor der Wahrheit. Nicht nur Situationen machen uns Angst, sondern auch unsere eigenen Geschichten und Gedanken, die wir mit den Situationen verbinden.

In diesem Workshop geht es darum,

  • das Phänomen der Angst besser zu verstehen
  • sich bewusst mit eigenen Ängsten auseinanderzusetzen
  • Ideen für einen alternativen Umgang mit Ängsten zu entwickeln

Angst – na und? Wir sind unseren Ängsten nicht einfach ausgeliefert, sondern können lernen, mit ihnen angemessen umzugehen. Eine entspannte Grundhaltung oder eine Portion Gottvertrauen sind nur zwei Beispiele, mit denen es gelingen kann, einen besseren Zugang zu den Fähigkeiten zu finden, die gerade noch wie blockiert erschienen.


Stefan Paternoster

Meckern auf hohem Niveau?! – Bibliodrama zu einer Wüstengeschichte

Warum ist der Mensch nie zufrieden?

Gemeinsam wollen wir die Wüstenwanderung der Israeliten mit Körper Seele und Geist erleben, indem wir uns dem Text durch Bewegung, kreatives Gestalten und Standbildern nähern. Worüber meckern die Israeliten? Wie reagiert Gott? Wie würden wir in dieser Situation handeln? Bibliodrama ist eine lebendige Möglichkeit sich einem biblischen Text zu nähern und diesen ins hier und jetzt sprechen zu lassen. Außerdem schafft es eine Atmosphäre der (Un-)Zufriedenheit im digitalen Raum. Wir werden gemeinsam textspezifische Körperarbeit und Textarbeit erarbeiten. Worte wie Murren, Leben und Weg führen uns durch den Workshop.
Gilbert Krüger und Ruben Voß

Gewissheit

Wem oder was kann man vertrauen?

Wer heute sein Handy zur Hand nimmt, der ist in aller Regel schon geübt darin Meldung, Bilder und Fakten zu hinterfragen. Aber trotzdem gehen wir mancher Falschinformation auf den Leim. Postillion, Faktillion, heute-show, quarks, zeit-online. Nicht alles ist in gleichem Maße wahr und richtig und doch hat vieles einen wahren Ursprung. Aber wie kann ich zwischen Wahrheit und Wahn und vielerlei Mist gut unterscheiden lernen? Welchen Quellen kann ich zu welchem Zweck vertrauen, wenn selbst die Tages- und Wochenzeitungen eine Grundausrichtung haben und dementsprechend nicht alle Perspektiven auf ein Geschehen abbilden? Wo stützen vielleicht sogar Wurzeln von Verschwörungstheorien die Information, die ich erhalte?

Noch spannender wird es, wenn man vom „Außen“ weggeht und zum „Innen“ kommt. Wem vertraue ich eigentlich im Bezug auf meine eigene Person? Mir selbst? Freunden? Familie? Lehrern und vorgesetzten? Alle kennen einen Teil von mir und niemand alles.

Dieser Workshop macht Mut, dir selbst auf die Spur zu kommen. Er ermutigt dich dazu auch mal ins Zweifeln zu geraten, manchmal an deinen Zweifeln zu zweifeln und dann wieder mit voller Fahrt und fester Gewissheit dir und anderen zu vertrauen.


Florian Reinecke

Gottesdienst (online) gestalten

Was macht Gottesdienst (für uns) aus und wie bringen wir das im 21. Jh zum Ausdruck?

Die letzten Monate haben das Gottesdienst(er)leben verändert. Eine Zeit lang war es in diesem Jahr gar nicht möglich, sich in der Kirche zu versammeln. Manche digitalen Angebote sind seither erprobt worden. Dabei hat sich für viele gezeigt, was ihnen am Gottesdienst besonders wichtig ist – vielleicht auch gerade deswegen, weil manches nicht mehr so möglich war wie in den letzten Jahren.

In diesem Workshop soll es darum gehen, dass wir uns miteinander darüber austauschen, was Gottesdienst (für uns) ausmacht, wie wir die Veränderungen wahrgenommen haben, was uns fehlt und was wir als neue Möglichkeiten für uns entdeckt haben. Und natürlich soll der Blick auch in die Zukunft gehen: Welche Impulse nehmen wir aus dieser Zeit mit? Wie können wir unseren Glauben (auch im digitalen Raum) gestalten? Welche neuen oder alten Formen wünschen wir uns für den Gottesdienst im 21. Jahrhundert?


Christoph Barnbrock

Digital begegnen

Was geht in Digitalien? Das Potential des Internets für neue Begegnungsräume nutzen!

„Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei!“ (1. Mose 2, 18) Der Mensch ist ein geborener Netzwerker – und das ist gut so! Und diese Sehnsucht nach Begegnung macht auch vor dem Internet nicht Halt: Welche Qualität von Begegnung bietet mir nun der virtuelle Raum? Kann ich im Netz auch Gott begegnen? Und, ereignet sich sogar Gemeinde im Web?

Klick und Wisch – Mein Nächster ist nur einen Fingertipp entfernt. Die so genannte „Wolke der unsichtbaren Zeugen“ erhält im Kontext der Digitalisierung eine völlig neue Bedeutung. Solange ich mit dem mobilen Internet verbunden bin, trage ich (nicht nur) meinen gesamten Freundeskreis oder meine ganze Gemeinde quasi in der Hosentasche mit herum. Das menschliche Streben nach Begegnung kann nun (fast) völlig unabhängig von Zeit und Raum gelebt werden.

In unserem Workshop soll es primär um die vielen (ungenutzten) Chancen gehen, die das digitale Potential für Begegnungen bereit hält. Dabei kann Kirche offensichtlich viel von der Jugend lernen! Mancherorts ist kirchliches Leben richtig gehend explodiert: Mit einem unglaublichen Kreativitätsschub wurden kleine und große Projekte realisiert, um Menschen in Begegnung miteinander und mit Gottes Wort zu bringen.

Dieser Workshop will Gelegenheit geben zum Staunen, zum Ausprobieren und zum Austauschen: Wir wollen uns zunächst das „Wesen des Netzes“ vergegenwärtigen: Wie „sozial“ ist „social media“? Wir schauen uns daraufhin Realisierungen von digitalen Begegnungsszenarien an, die Mut machen. Wir wollen aber auch möglichst viel selbst ausprobieren, um uns dann darüber auszutauschen, unter welchen Bedingungen online-Begegnungen, das Gemeindeleben, die Jugendarbeit und mein persönliches Leben im Netz unter einem „guten Stern“ steht. Zur Würdigung der neuen Chancen werden auch Fragen gehören: Was ist analog eigentlich unverzichtbar? Wie wollen wir zukünftig online leben? Und, welche Auswirkungen hat die Dynamik des Digitalen: Könnte sie die uns jetzt bekannte Form und Verfasstheit von Kirche völlig aus den Angeln zu heben?!

Überblick: Was kommt da auf mich zu?

  • Das Wesen des Netzes
  • Kreative Anwendungsbeispiele
  • Digitaler Werkzeugkasten
  • Die Zukunft der/unserer Kirche

Vorbereitung: Was benötige ich?

  • Digitale Entdeckerfreude
  • Optional: zusätzlich zu meinem Laptop/Desktop ein Smartphone/Tablet, um evtl. ein App herunterzuladen und auszuprobieren

Karsten Müller, Medienpädagoge, Studienleiter Medienbildung im RPI der EKKW und EKHN

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